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Gemeinsam die beste Krebstherapie finden

21. Juli 2011
Onkologischer Schwerpunkt Schwetzingen: Gemeinsam die beste Krebstherapie finden!  GRN-Klinik und MVZ am Schlossgarten bieten regelmäßigen fachlichen Austausch zu Krebserkrankungen - zum Wohl der Patienten in der Region.  Mit einer Fortbildungsveranstaltung für Ärzte fiel am Mittwoch, 20. Juli 2011, der offizielle Startschuss für den Onkologischen Schwerpunkt Schwetzingen. Krebsexpterten der GRN-Klinik Schwetzingen und des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) am Schlossgarten haben dieses neue Angebot ins Leben gerufen, von dem Fachleute und Patienten gleichermaßen profitieren. Ziel des Onkologischen Schwerpunkts ist es, den interdisziplinären Dialog zwischen all denen zu fördern, die in Schwetzingen und Umgebung an der Behandlung krebskranker Patienten beteiligt sind. Angesprochen sind in erster Linie Haus-, Klinik- und niedergelassene Fachärzte; Krebsexperten aus anderen Berufen - beispielsweise aus Pflege, Physiotherapie und Psychotherapie - werden selbstverständlich mit einbezogen. Zugute kommt das Angebot letztlich krebskranken Patienten aus der Region, die sich vor Ort auf eine fachlich mehrfach abgesicherte, individuelle und zügige Behandlung ihrer Erkrankung verlassen können. "Wir haben schon immer die enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten in und um Schwetzingen gesucht", betont Rüdiger Burger, Geschäftsführer der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH. "Nun wird sie in Form des Onkologischen Schwer­punkts Schwetzingen für den Bereich der Tumorerkrankungen erstmals einen Namen bekommen." Er freue sich, ergänzt Burger, dass damit gerade Krebspatienten, die häufig sehr verunsichert seien und ebenso rasch wie kompetent behandelt werden müssten, ganz in der Nähe ihres Wohnorts eine noch bessere Perspektive bekommen. Seit dem Einzug der radiologischen Praxis im Jahr 1999 haben sich Ärzte aus 13 verschiedenen Fachgebieten auf dem Gelände der heutigen GRN-Klink niedergelassen - zuletzt im Juni 2011 die Gemeinschaftspraxis von Dr. med. Christian Kuhn (Hämatologie / Onkologie) und Dr. med. Ingrid Wellisch-Brecht (Diabetologie / hausärztliche Versorgung) unter dem Namen "MVZ am Schlossgarten". Mit seinen Klinik-Kollegen, dem Gastroenterologen Professor Dr. med. Daniel Rost und dem Gynäkologen Dr. med. Kay Goerke - beide Chefärzte an der GRN-Klinik Schwetzingen -, teilt Dr. Kuhn die Ansicht, dass die Zeit gekommen ist, den bisher eher informellen und punktuellen Austausch unter Kollegen zu institutionalisieren: "Vergleichbare Angebote in Mannheim und Heidelberg werden stark von dort praktizierenden Medizinern frequentiert, so dass in der Region zusätzlicher Bedarf vorhanden ist", erklärt der Onkologe. Wöchentlicher Austausch: Aufgrund dieser Erkenntnis gründeten die drei Schwetzinger Ärzte im März dieses Jahres zunächst einen onkologischen Arbeitskreis für lokal ansässige Kollegen, die sich zeitnah und im persönlichen Gespräch über ihre Krebspatienten austauschen möchten. Unabhängig davon, ob die betreffenden Patienten in der GRN-Klinik behandelt werden oder nicht und in welchem Stadium sich ihre Krebserkrankung befindet, kann seither einmal in der Woche jeder Arzt und jede Ärztin im Kollegenkreis aktuelle Fälle vorstellen. Diese werden dann - im Idealfall - aus Sicht des Hausarztes oder behandelnden niedergelassenen Facharztes (beispielsweise Gynäkologen), eines erfahrenen Onkologen und, falls nötig, auch eines Radiologen und Chirurgen beurteilt und diskutiert. Professor Rost erläutert die Vorteile dieser Beratungen, die in Fachkreisen als "Tumorkonferenz" oder "Tumorboard" bezeichnet werden: "Vor allem erspart es den ohnehin physisch und psychisch stark belasteten Patienten unnötige Wege und zeitraubende Termine. Dadurch, dass Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen an einem Tisch sitzen und das Problem aus ihrer Sicht sowie vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen beleuchten, kann der Patient davon ausgehen, dass alle Behandlungsmöglichkeiten in Betracht gezogen und gegeneinander abgewogen werden." Auch für die Ärzte selbst sei es hilfreich, so Rost weiter, ihre eigene Einschätzung von Kollegen zu bestätigen oder auch in Frage stellen zu lassen: "Auf diese Weise streben wir für jeden Patienten individuell die bestmögliche Therapie an." Im Verlauf der Behandlung ist es dann ein weiterer Vorteil, dass die Wege durch die Kontakte innerhalb des Onkologischen Schwerpunkts kurz und unkompliziert sind, unabhängig davon, ob die Therapie ambulant oder stationär stattfindet. So können beispielsweise Doppeluntersuchungen vermieden, Informationen über den jeweils aktuellen Stand der Erkrankung unmittelbar ausgetauscht und Veränderungen im Krankheitsverlauf von allen behandelnden Ärzten zeitnah berücksichtigt werden. Fort- und Weiterbildung: Der wöchentliche Austausch zu konkreten Fällen wird ergänzt durch Fortbildungsangebote wie die Veranstaltung vom 20. Juli. In Vorträgen werden dort aktuelle Erkenntnisse der Krebsforschung und die neusten Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt. Der Onkologische Schwerpunkt Schwetzingen bietet auch Medizinstudierenden und Assistenzärzten die Möglichkeit, sich auf dem Gebiet der Krebserkrankungen weiterzubilden - unabhängig von der Fachdisziplin, auf die sie sich spezialisieren möchten. Sowohl bei den wöchentlichen Treffen als auch zu den Fortbildungsveranstaltungen sind daher auch die Nachwuchs-Medizinerin­nen und -Mediziner herzlich willkommen. Kontakt: Ärztinnen und Ärzte, die an den Aktivitäten des Onkologischen Schwerpunkts Schwetzingen teilnehmen möchten, können sich an folgende Ansprechpartner wenden - auch schriftliche Anfragen sind willkommen: Dr. med. Kay Goerke (Gynäkologie / Brustzentrum, GRN-Klinik Schwetzingen); Tel.: 06202 / 84-3340, E-Mail: gynaekologie-schwetzingen@grn.de, Dr. med. Christian Kuhn, MVZ am Schlossgarten; Tel.: 06202 / 3533, E-Mail: christian.kuhn@mvz-schlossgarten.deProf. Dr. med. Daniel Rost (Gastroenterologie, Hämatologie / Onkologie, GRN-Klinik Schwetzingen); Tel.: 06202 84-3246, E-Mail: daniel.rost@grn.de. Patienten sollten in der Regel, wenn es um den Onkologischen Schwerpunkt Schwetzingen geht, ihren Haus- oder behandelnden Facharzt kontaktieren. Selbstverständlich sind die oben genannten Ärzte darüber hinaus auch direkt für Patienten ansprechbar.