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Wie eine Brustkrebspatientin ihre Behandlung vor Ort erlebte

20. Februar 2013
Tumorzentrum Schwetzingen: Einfühlsam und immer für Fragen da - Mein Fazit: „Klein aber fein“ Ich kann aus eigener Erfahrung nur zu gut den Bericht in der Schwetzinger Zeitung vom 4. Februar über das Tumorzentrum Schwetzingen bestätigen: Bei einer routinemäßigen Krebsvorsorgeuntersuchung im August 2011 wurde von meinem Gynäkologen Dr. Hengen ein Knoten in meiner Brust ertastet. In einem einfühlenden Aufklärungsgespräch informierte er mich, wie wir mit dem Verdacht auf Brustkrebs verfahren sollten. Er organisierte unverzüglich einen Termin in Heidelberg, um bei mir eine Gewebeprobe zu entnehmen. Drei Tage später kam für mich die niederschmetternde Diagnose: Brustkrebs. Bei den Aufklärungsgesprächen wurde ich darüber informiert, dass es im Schwetzinger Krankenhaus ein Tumorzentrum, das eng mit der Uniklinik kooperiert, gibt. Dies war mir nicht bekannt. Ich konnte zwischen verschiedenen Kliniken wählen, wobei ich mich für Schwetzingen entschieden habe. Bereits zwei Stunden später hatte ich einen Termin bei Dr. Goerke, Chefarzt der hiesigen Gynäkologie. Er führte ein sehr ausführliches, verständliches und aufbauendes Aufklärungsgespräch mit mir. Nach der stationären Aufnahme und der Auswertung der histologischen Befunde ergaben sich für mich zwei Operationen. Auch hier stand mir mit Frau Dr. Rapp-Albert eine Ärztin bei, welche mir die allergrößte Angst vor der bevorstehenden Chemotherapie nahm. Das sind die Gespräche, die ein Patient dringend benötigt, weil sie zukunftsorientiert sind und Hoffnung auf Heilung machen. An dieser Stelle möchte ich mich auch beim Pflegepersonal bedanken, das mehr als aufmerksam und hilfsbereit war, trotz massiver Stresssituationen. Inzwischen lag das Behandlungsprotokoll, das zwischen der Universitätsklinik Heidelberg und dem Tumorzentrum Schwetzingen erarbeitet wurde, vor. Nun begann die Langzeittherapie, angefangen mit der Chemotherapie. Noch in der Gynäkologie wurde mir der Onkologe Dr. Kuhn vom MVZ Schwetzingen zur Seite gestellt. Er führte mit mir ein Gespräch darüber, wie die Chemo bei mir geplant ist. Auch er informierte mich sehr einfühlsam und mit viel Hoffnung versehen, was so auf mich zukommt. Bei einem zweiten Gespräch wurden bereits die Termine festgemacht. Inzwischen hatte ich bezüglich meiner bevorstehenden weiteren Behandlung unendlich viele Fragen, die von Dr. Kuhn stets gut verständlich und ausführlich beantwortet wurden. Ich kann sagen, dass ich schon beim Beginn meiner Chemotherapie das Gefühl und Vertrauen hatte, in dieser Praxis gut aufgehoben zu sein. Ich habe dort Patienten getroffen, die ihre Chemotherapie in Heidelberg angefangen hatten und hierher gewechselt sind. Auch sie waren mehr als zufrieden. Dieses Vertrauens ist wichtig, da die gesamte Therapie über ein Jahr andauert. Ich gehe auch heute noch, nach meiner abgeschlossenen Therapie, voller Überzeugung bei Symptomen zu Dr. Kuhn. Es ist von eminenter Wichtigkeit für Krebspatienten, einen immer kompetenten Ansprechpartner zu haben. Dies würde ich bei Großkliniken in Frage stellen, wo ein permanenter Arztwechsel für die Patienten nicht förderlich erscheint. Dr. Kuhn hat sogar eine psychologische Betreuung, die ich jedem nur anraten kann, für mich terminiert. Und durch ihn erfuhr ich, was in der Kur bestätigt wurde: Dass ich eine spezielle Massage benötige. Diese Massage nach der Methode „Marnitz-Therapie“ wird in der Region Rhein-Neckar nach meinen Informationen, nur in vier Praxen angeboten. Sofort ging ich in das Ambulante Therapie Zentrum (ATZ) im Schwetzinger Krankenhaus. In einem Gespräch mit dem stellvertretenden Leiter, Herrn Chrisafis, war dieser unverzüglich bereit, durch weiterbildende Maßnahmen diese Technik zu erlernen. Zusammen mit einer Mitarbeiterin kann das ATZ nun im Tumorzentrum Schwetzingen diese Methode anbieten. Also kann in der Zwischenzeit jede Brustkrebspatientin im Anschluss an ihre Langzeittherapie mit der Methode „Marnitz“ im gleichen Haus behandelt werden. Dies ist für mich auch ein Fakt, wie man im Krankenhaus Schwetzingen auf Patienten eingeht. Mein Fazit lautet: „Klein aber fein.“ Wie gesagt, ich bin hier vom August 2011 bis zu den vorläufig letzten Nachbehandlungen im Dezember 2012 optimal behandelt, operiert, therapiert und geheilt worden. Ich traf ein hervorragendes, miteinander kommunizierendes Ärzteteam in Verbindung mit meinem Frauenarzt Dr. Hengen an. Dieser Brief soll ein kleines Dankeschön an die Ärzte und das Pflegeteam der Gynäkologie sowie den Praxen Dr. Kuhn und Dr. Hengen sein. Übrigens, ich bin Kassenpatientin. Anne Müller, Schwetzingen © Schwetzinger Zeitung / Samstag, 16.02.2013 http://www.morgenweb.de/region/schwetzinger-zeitung-hockenheimer-tageszeitung/leserbriefe/mein-fazit-klein-aber-fein-1.916068 Die Ärzte Prof. Dr. Daniel Rost, Dr. Kay Goerke und Dr. Christian Kuhn (von links) vor dem Computertomograph in der GRN-Klinik Schwetzingen, mit dem Krebsgeschwüre erkannt werden können.  © Adameit